Raus aus der Natur, rein ins Wohnzimmer: Es kann viele Gründe geben, warum statt epischer Wanderungen für einige Tage nur kurze Gassirunden möglich sind. Dann kommt bei vielen Hunden rasch Langeweile auf. Damit nicht alle Hundebetten und Klopapierrollen dran glauben müssen, findest du hier: Hund in der Wohnung auslasten: Indoor-Ideen fürs Köpfchen
Die richtige Auslastung für Hunde: Körper und Geist fordern
Die meisten Hunde sind mit ihren Menschen am liebsten draußen unterwegs – und umgekehrt. Laufen, Rennen und Spielen sind fantastische Möglichkeiten, deinen Hund ordentlich auszupowern, seinen Körper gesund und seine Muskeln geschmeidig zu halten. Beim ausgiebigen Schnüffeln wird zusätzlich sein Köpfchen gefordert, und mit der richtigen Beschäftigung beim Spaziergang ist die geistige und körperliche Auslastung perfekt. Indoor-Ideen fürs Köpfchen.
Aber das ist nicht immer eine Option. Manchmal sorgen extreme Wetterlagen, Verletzungen oder Krankheiten dafür, dass eure Spaziergänge kürzer ausfallen. Damit geht dann jeder Hund anders um: Viele Fellnasen sind erstaunlich flexibel und freunden sich mit dem Sofa an, während andere dieses und jedes andere Möbelstück in ihre Einzelteile zerlegen.
Zu welcher Gruppe dein Hund auch gehört: Er oder sie freut sich an Indoor-Tagen bestimmt über ein paar Denkaufgaben, um die Langeweile zu vertreiben und etwas Energie abzubauen.
Den Hund drinnen beschäftigen: Diese Möglichkeiten gibt es
Je nach Alter, Rasse und Charakter braucht jeder Hund unterschiedlich viel Beschäftigung. Arbeitsrassen wie Border Collies haben oft sogar zu viel davon und müssen erst lernen, zu relaxen. Sie profitieren an ruhigen Tagen von gezieltem Entspannungstraining.
Schon gewusst? Kauartikel helfen deinem Hund, Stress abzubauen und sich zu entspannen. Mehr darüber erfährst du hier.
Die meisten Hunde freuen sich aber immer über eine spannende Aufgabe. Ein Strategiespiel ist eine gute Möglichkeit, deinen Vierbeiner geistig zu beschäftigen. Haben sie die Denkaufgabe es allerdings einmal geknackt, sind die meisten Hunde schlau genug, sich die Lösung zu merken. Dann ist es zwar keine Herausforderung mehr, aber immer noch eine lustige Möglichkeit, Leckerlies zu verstecken, statt sie deiner Fellnase einfach so zu geben.
Auch Schnüffelspiele machen den meisten Hunden Spaß. In unterschiedlichen Konstellationen und Schwierigkeitsgraden kannst du deiner Fellnase seine Lieblings-Snacks verstecken. Er muss dann seinen Geruchssinn einsetzen, um sie zu finden. Das ist körperlich ebenso anstrengend wie geistig.
Versteckspiele, ein selbstgebauter Hindernisparcours oder das Üben von Tricks sind weitere Möglichkeiten, die ein oder andere Schlechtwetter-Phase zu überbrücken. Aber ihr könnt die gemeinsame Zeit drinnen auch nutzen, um nachhaltiges Training aufzubauen, das eure Bindung stärkt und deinen Vierbeiner immer wieder aufs Neue fordert. Hier kommen unsere Lieblings-Ideen, wie euch das gelingt.
Kreative Nasenarbeit

Schnüffelspiele sind die wohl beliebteste geistige Auslastung unter Mensch-Hund-Teams. Kein Wunder: Du kannst sie ganz einfach überall umsetzen, jeder Hund beherrscht sie im Handumdrehen und Dauer und Schwierigkeitsgrad sind ganz flexibel anpassbar. Und dein Hund? Der kann machen, was er am besten kann und am liebsten macht: schnüffeln und fressen.
Dafür gibt es unzählige Möglichkeiten, vom einfachen Kekse-Verstecken bis hin zum fast schon wissenschaftlichen Versuchsaufbau, den dein Vierbeiner knacken muss. Aber es gibt noch eine viel kreativere Möglichkeit, wie dein Hund seinen sensationellen Geruchssinn einsetzen kann.
Du brauchst:
- Mindestens zwei verschließbare Gefäße
- Mindestens einen speziellen Geruch (zum Beispiel Oregano)
- Einen Clicker, falls ihr damit arbeitet oder ein Marker-Wort zur Belohnung (zum Beispiel “fein”)
- Hundekekse
Das Ziel:
Dein Hund lernt, verschiedene Gerüche voneinander zu unterscheiden.
So geht’s:
Zunächst zeigst du deinem Hund einen neuen Geruch. Besonders gut funktionieren duftende Kräuter wie Oregano, Lavendel oder Minze. Gib eine kleine Menge davon in ein verschließbares Gefäß.
Wichtig: Der Geruchssinn deines Hundes ist millionenfach ausgeprägter als dein eigener. Achte darauf, dass der Geruch nicht zu intensiv ist, damit er die Hundenase nicht überfordert.
Lass deinen Hund in das Gefäß schnüffeln und belohne ihn zunächst dafür, dass er sich das traut. Dann kannst du dazu übergehen, dem Geruch einen Namen zu geben. Dafür kannst du ganz einfach benennen, was deine Fellnase da gerade riecht (zum Beispiel “Oregano”), oder du denkst dir ein eigenes Wort aus – wichtig ist nur, dass du dir den Namen merkst. Sag ab sofort jedes Mal den Geruchsnamen, wenn dein Hund am Gefäß schnüffelt und du ihn dafür belohnst.
Als nächstes kommt ein zweites Gefäß ins Spiel, in dem sich kein Geruch befindet. Jetzt wird’s spannend: Das Ziel ist erreicht, wenn du deinem Hund den Geruch nennen kannst und er daraufhin an dem Gefäß schnuppert, in dem sich der Geruch befindet. Das leere Gefäß dient nur der Ablenkung. Dafür ist es wichtig, dass deine Fellnase die beiden Gefäße optisch nicht unterscheiden kann, damit er nicht schummelt.
Sobald das geklappt hat, kannst du deinem Hund als nächstes einen weiteren Geruch beibringen. Geh dafür genauso vor wie oben beschrieben. Kann dein Vierbeiner auch den zweiten Duft klar identifizieren, kannst du ab sofort beide Gerüche gegeneinander antreten lassen. Platziere dafür beide Gefäße in seiner Nähe, aber nicht zu nah aneinander. Nenne dann den Geruchsnamen, den dein Hund erschnüffeln soll. Schafft er es, hat er eine riesige Belohnung verdient.
Das Tolle: Diese Übung fordert deinen Hund geistig und körperlich und ist immer weiter steigerbar. Irgendwann kann deine Fellnase unzählige Gerüche voneinander unterscheiden. Du kannst auch dazu übergehen, die Düfte in der Wohnung zu verstecken – beispielsweise ein paar Krümel Oregano unter dem Bett – und deinen Hund danach suchen zu lassen.
Die Regeln:
- Achte darauf, dass dein Hund Spaß am Training hat. Wird er frustriert oder verliert das Interesse, hörst du sofort auf.
- Verlange nicht zu rasche Fortschritte, diese Übung ist wirklich schwierig. Im Zweifel macht ihr einen Schritt zurück.
- Macht lieber zwei bis drei kurze (maximal 15 Minuten) Trainingseinheiten am Tag als eine lange.
- Achte darauf, dass dein Hund genug trinkt, denn eine gut befeuchtete Nasenschleimhaut ist essentiell für gute Nasenarbeit.
Dein Hund ist ein echter Schnüffel-Experte und kann bereits dein gesamtes Gewürzregal unterscheiden? Dann geht’s hier mit anderen Übungen weiter.
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