Vielleicht kennst du diesen Moment. Hund kaut nicht mehr richtig?
Du gibst deinem Hund seinen Lieblingskauartikel. Normalerweise schnappt er ihn sich sofort, trägt ihn stolz in sein Körbchen und beschäftigt sich die nächsten zwanzig Minuten damit.
Heute ist alles anders.
Er schnuppert kurz daran, nimmt den Kauartikel ins Maul und legt ihn nach wenigen Sekunden wieder zur Seite. Vielleicht versucht er es noch ein zweites Mal, verliert aber schnell das Interesse.
Im ersten Moment denkt man sich wahrscheinlich nicht viel dabei. Vielleicht hat der Hund heute einfach keine Lust zu kauen. Vielleicht ist er satt oder der Kauartikel ist gerade nicht interessant genug.
Verändert sich das Kauverhalten jedoch über mehrere Tage oder fällt dir auf, dass dein Hund generell anders kaut als früher, solltest du genauer hinschauen.
Denn wenn ein Hund plötzlich nicht mehr richtig kaut, kann das ganz unterschiedliche Ursachen haben. Manche sind völlig harmlos. Andere können ein erster Hinweis darauf sein, dass dein Hund Schmerzen hat oder sich gesundheitlich etwas verändert hat.
In diesem Artikel zeigen wir dir die häufigsten Gründe dafür und erklären, woran du erkennst, wann du deinen Hund lieber einem Tierarzt vorstellen solltest.
1. Zahnprobleme gehören zu den häufigsten Ursachen
Wenn ein Hund plötzlich nicht mehr richtig kaut, lohnt sich der erste Blick immer ins Maul.
Denn Zahnprobleme gehören zu den häufigsten Ursachen für ein verändertes Kauverhalten. Schon ein lockerer Zahn, entzündetes Zahnfleisch oder starker Zahnstein können dafür sorgen, dass das Kauen unangenehm oder sogar schmerzhaft wird.
Das Schwierige daran ist: Hunde zeigen Zahnschmerzen oft erst sehr spät.
Viele fressen ihre normale Mahlzeit zunächst weiterhin ganz problemlos. Schließlich müssen sie auch in der Natur trotz Schmerzen überleben. Harte Kauartikel sind dagegen deutlich anstrengender. Genau deshalb fällt vielen Hundehaltern zuerst auf, dass der Hund sein Rinderohr oder seine Rinderkopfhaut plötzlich liegen lässt.
Schau dir deshalb regelmäßig die Zähne und das Zahnfleisch deines Hundes an. Gelbliche oder bräunliche Beläge, gerötetes Zahnfleisch oder starker Mundgeruch können erste Hinweise darauf sein, dass mit den Zähnen etwas nicht stimmt.
Mehr darüber, wie Zahnbelag entsteht und wie du ihm frühzeitig vorbeugen kannst, erfährst du in unserem Artikel „Zahnbelag beim Hund“.
2. Mit dem Alter verändert sich das Kauverhalten
Nicht jeder Hund, der plötzlich nicht mehr richtig kaut, hat sofort Zahnschmerzen.
Manchmal verändert sich das Kauverhalten ganz einfach mit dem Alter.
Genau wie bei uns Menschen nutzen sich auch die Zähne eines Hundes im Laufe der Jahre ab. Manche Senioren verlieren einzelne Zähne, andere haben weniger Beißkraft oder bevorzugen automatisch weichere Kauartikel.
Das bedeutet aber nicht, dass dein Hund ganz auf das Kauen verzichten sollte.
Im Gegenteil. Gerade ältere Hunde profitieren weiterhin von regelmäßigen Kauartikeln, wenn diese zu ihren Bedürfnissen passen. Während besonders harte Kauartikel für manche Senioren zur Herausforderung werden können, werden weichere Alternativen wie Hasenohren oder Rinderlunge oft noch sehr gerne angenommen. Sie lassen sich leichter kauen und befriedigen trotzdem das natürliche Kaubedürfnis.
Beobachte deinen Hund deshalb genau. Kaut er einfach etwas langsamer als früher oder meidet er Kauartikel inzwischen komplett? Diese Beobachtung hilft dir dabei, besser einzuschätzen, ob es sich um eine normale Altersveränderung handelt oder ob dein Hund vorsichtshalber tierärztlich untersucht werden sollte.

3. Der Kauartikel ist für deinen Hund zu hart
Nicht jeder Hund hat dieselbe Begeisterung für besonders harte Kauartikel.
Während manche Hunde stundenlang auf einer Rinderkopfhaut kauen, probieren andere es ein paar Minuten und geben dann wieder auf. Das bedeutet nicht automatisch, dass etwas nicht stimmt.
Manche Hunde sind beim Kauen einfach etwas bequemer. Wenn der Kauartikel sehr hart ist und viel Kraft kostet, verlieren sie schnell das Interesse und beschäftigen sich lieber mit etwas anderem. Gerade Hunde, die generell keine großen „Dauerkauer“ sind, bevorzugen häufig weichere Alternativen.
Auch ältere Hunde haben oft nicht mehr dieselbe Muskelkraft im Kiefer wie in jungen Jahren. Ein Kauartikel, der früher problemlos gefressen wurde, kann mit zunehmendem Alter plötzlich zu anstrengend werden.
Deshalb lohnt es sich, verschiedene Härtegrade auszuprobieren. Weichere Kauartikel wie Hasenohren oder Rinderstrossen werden von vielen Hunden deutlich lieber angenommen als besonders harte Kauartikel wie zum Beispiel die Rinderkopfhaut oder die Unterbeine vom Rind.. Entscheidend ist nicht, dass dein Hund den härtesten Kauartikel schafft, sondern dass er mit Freude kaut und dabei entspannt beschäftigt ist.
4. Stress kann das Kauverhalten verändern
Hunde kauen nicht nur, weil sie Hunger haben.
Kauen bedeutet für viele Hunde auch Entspannung.
Genau deshalb kann sich das Kauverhalten verändern, wenn dein Hund unter Stress steht. Ein Umzug, ein Tierarztbesuch, ein neues Familienmitglied oder eine ungewohnte Umgebung reichen manchmal schon aus, damit selbst der liebste Kauartikel plötzlich liegen bleibt.
Manche Hunde reagieren in solchen Situationen mit weniger Appetit. Andere fressen ihre normale Mahlzeit zwar weiterhin, haben aber keine Lust mehr, sich über längere Zeit mit einem Kauartikel zu beschäftigen.
Die gute Nachricht: Sobald wieder Ruhe einkehrt, kehrt bei vielen Hunden auch die Freude am Kauen zurück.
Beobachte deshalb nicht nur den Kauartikel, sondern deinen Hund als Ganzes. Hat sich in den letzten Tagen etwas verändert? Manchmal liegt die Ursache nämlich gar nicht im Maul, sondern im Alltag.
5. Woran erkennst du, dass deinem Hund das Kauen Schmerzen bereitet?
Hunde sind wahre Meister darin, Schmerzen zu verbergen.
Deshalb fällt vielen Hundehaltern zuerst gar nicht auf, dass ihrem Hund das Kauen unangenehm geworden ist. Stattdessen verändert sich das Verhalten oft nur ganz langsam.
Vielleicht braucht dein Hund plötzlich deutlich länger für einen Kauartikel. Vielleicht kaut er nur noch auf einer Seite oder lässt immer wieder kleine Stücke aus dem Maul fallen. Manche Hunde legen ihren Kauartikel häufiger ab, obwohl sie eigentlich weiterkauen möchten.
Auch diese Anzeichen können darauf hindeuten, dass deinem Hund das Kauen Schmerzen bereitet:
- er kaut nur noch auf einer Seite
- er lässt Futter oder Kauartikel fallen
- er speichelt stärker als sonst
- er schmatzt oder bewegt das Maul auffällig oft
- er zieht den Kopf weg, wenn du sein Maul berührst
- er meidet plötzlich harte Kauartikel
Je früher dir diese Veränderungen auffallen, desto besser. Denn viele Zahnprobleme entwickeln sich schleichend und werden oft erst bemerkt, wenn sie bereits Schmerzen verursachen.
6. Wann solltest du zum Tierarzt?
Nicht jeder Hund, der einmal einen Kauartikel liegen lässt, muss sofort zum Tierarzt.
Hält das veränderte Kauverhalten jedoch über mehrere Tage an oder kommen weitere Auffälligkeiten hinzu, solltest du deinen Hund untersuchen lassen.
Dazu gehören zum Beispiel:
- starker Mundgeruch
- Blut im Maul
- Schwellungen im Bereich des Kiefers
- auffälliges Speicheln
- dein Hund frisst generell schlechter
- er jault oder zieht den Kopf beim Kauen zurück
Je früher Zahnprobleme erkannt werden, desto einfacher lassen sie sich oft behandeln. Warte deshalb nicht, bis dein Hund starke Schmerzen zeigt. Gerade Hunde versuchen Beschwerden möglichst lange zu verbergen.
Beobachte deinen Hund beim Kauen
Wenn dein Hund plötzlich nicht mehr richtig kaut, steckt nicht immer sofort etwas Ernstes dahinter. Manchmal ist der Kauartikel einfach zu hart, dein Hund wird älter oder eine stressige Phase verändert sein Verhalten.
Bleibt die Veränderung jedoch bestehen, lohnt es sich, genauer hinzuschauen. Denn gerade Zahnprobleme entwickeln sich oft schleichend und fallen vielen Hundehaltern erst auf, wenn der Hund bereits Schmerzen hat.
Unser Tipp: Beobachte deinen Hund nicht nur beim Fressen, sondern auch beim Kauen. Ein Kauartikel verrät oft früher als der Futternapf, ob im Maul alles in Ordnung ist. So kannst du früh reagieren und deinem Hund helfen, noch viele Jahre mit Freude und ohne Schmerzen zu kauen.
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Hi! Wir sind Tiernahrung Schwenner!
Seit 1983 stellen wir naturgetrocknete Kauartikel und Leckerli für Hunde her.
Die Beratung unserer Kunden hat für uns hohe Priorität und deswegen möchten wir dir hier einige unserer Tipps aus über 42 Jahren Kauartikel für Hunde mitgeben, die du sicherlich noch nicht kennst!
Hast du Fragen? Dann scheue dich nicht und melde dich bei uns – wir helfen dir gerne persönlich weiter!
Snacktastische Grüße
Familie Schwenner & Team
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